Zwei Dinge in einem Gehäuse

Ein moderner Autoschlüssel erfüllt zwei völlig getrennte Aufgaben, und das wird oft verwechselt:

Die Funkfernbedienung für die Zentralverriegelung braucht eine Batterie. Ist sie leer, gehen die Türen nicht mehr per Knopfdruck auf – das Fahrzeug startet aber weiterhin problemlos.

Der Transponder für die Wegfahrsperre braucht keine Batterie. Er wird vom Induktionsfeld des Zündschlosses mit Energie versorgt. Deshalb lässt sich ein Fahrzeug meist auch mit leerer Schlüsselbatterie starten, wenn man den Schlüssel direkt ans Zündschloss hält.

Wer das weiß, kann eine Menge Fehldiagnosen vermeiden: Funk geht nicht, Start geht – Batterie. Funk geht, Start geht nicht – Transponder oder Fahrzeug.

Was am Schlüssel kaputtgeht

  • Gebrochene Transponderkapsel. Ein Sturz auf Fliesen oder Asphalt reicht. Von außen sieht man nichts.
  • Kalte Lötstellen auf der Schlüsselplatine. Typisch bei Schlüsseln, die jahrelang in der Hosentasche gebogen wurden.
  • Abgenutzter Schlüsselbart. Dann wird das Drehen schwergängig – und das Zündschloss nimmt Schaden.
  • Feuchtigkeit. Ein Schlüssel, der einmal in der Waschmaschine war, funktioniert erstaunlich oft noch – und fällt Monate später durch Korrosion aus.
  • Gebrochenes Gehäuse. Häufig am Klappmechanismus; die Elektronik ist dabei meist unbeschädigt.

Was wir machen

  • Ersatz- und Zweitschlüssel anfertigen und anlernen
  • Defekte Schlüssel instand setzen statt ersetzen
  • Transponder prüfen und tauschen
  • Gehäuse erneuern, Elektronik übernehmen
  • Funkfernbedienung wieder anlernen
  • Prüfen, ob wirklich der Schlüssel schuld ist – oder das Lesesystem im Fahrzeug
Nur gegen Nachweis

Schlüssel und Wegfahrsperre sind Sicherheitstechnik. Wir arbeiten daran ausschließlich, wenn Fahrzeugschein und Ausweis vorliegen und beides zusammenpasst. Bei Leasing- oder Firmenfahrzeugen brauchen wir zusätzlich eine Freigabe des Halters. Das ist lästig – und der Grund, warum man einem Betrieb vertrauen kann, der danach fragt.

Der Ernstfall

Alle Schlüssel verloren – was dann?

Was jetzt gilt

Ohne einen einzigen vorhandenen Schlüssel wird es aufwendig: Es reicht nicht, einen neuen Rohling zu fräsen. Der neue Transponder muss dem Fahrzeug erst bekannt gemacht werden – und dafür braucht es Zugriff auf das Berechtigungssystem.

Was Sie bereithalten sollten

Fahrzeugschein und Ausweis, dazu möglichst die Fahrgestellnummer. Bei manchen Herstellern läuft die Freigabe über ein Online-System, das ohne lückenlosen Nachweis der Halterschaft nichts herausgibt.

Was Sie vermeiden sollten

Angebote aus dem Netz, die „ohne Papiere“ arbeiten. Wer bei einem fremden Fahrzeug keine Berechtigung sehen will, arbeitet auch bei Ihrem so – und das ist genau die Konstellation, die Sie sich nicht wünschen.

Rufen Sie in so einem Fall an, bevor Sie etwas bestellen: 0170 302 55 02. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob wir das für Ihr Fahrzeug übernehmen können oder ob der Weg über den Vertragshändler der schnellere ist.

Der Zweitschlüssel-Test – noch einmal, weil er so viel spart

Bevor irgendein Bauteil ausgebaut wird: Probieren Sie den zweiten Schlüssel. Funktioniert es damit, ist die Sache erledigt und deutlich günstiger, als Sie befürchtet haben. Funktioniert es mit keinem, liegt es am Fahrzeug – dann helfen die Symptomhilfe und ein Anruf weiter.

Lenkrad blockiert oder Schlüssel wird nicht erkannt?

Beschreiben Sie uns das Symptom – wir sagen Ihnen vorab, ob eine Reparatur möglich ist und was sie kostet.